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Medienmitteillung: «Existenz der BBE soll mittels Kapital- und Schuldenschnitt gesichert werden»

Der Verein „Schneesportgebiet Klewenalp-Stockhütte – Identität & Lebensqualität“ fordert einen Kapital- und Schuldenschnitt, damit die Zukunft der Bergbahnen Beckenried-Emmetten gesichert werden kann.


Der VR-Präsident der Bergbahnen Beckenried-Emmetten (BBE AG), Res Schmid, gab Mitte Juli im NZ-Interview Entwarnung und präsentierte ein „trotz schwierigen Bedingungen ansprechendes Geschäftsergebnis“. Leider vergass er zu erwähnen, dass Corona- und Härtefallhilfen die schwarze Null erst ermöglicht und die BBE AG vor unternehmensbe-drohenden finanziellen Turbulenzen bewahrt haben. Der Nidwaldner SVP-Regierungsrat sagte im Interview auch: „Um in Zukunft als Wintersportdestination bestehen zu können, braucht es zusätzliches Fremdkapital.“ Dieses solle von Banken, Kanton, Gemeinden und Korporationen kommen, da sich keine Investoren langfristig engagieren wollten.


Neuanfang ermöglichen, Aktionariat breiter abstützen


Der Verein „Schneesportgebiet Klewenalp-Stockhütte – Identität & Lebensqualität“ favorisiert eine andere Lösung mittels eines Kapital- und Schuldenschnitts. Im Gegensatz zum VR ist der Verein überzeugt, dass eine Reduktion der Schuldenlast und eine nominelle Herabsetzung des Unternehmenskapitals, bei einer gleichzeitigen Kapitalerhöhung durch die Herausgabe neuer Aktien, eine nachhaltigere Zukunftsperspektive schafft als die Aufnahme zusätzlicher Kredite. Mit den vorgeschlagenen Massnahmen möchte er nicht bloss dem erhöhten Kapitalbedarf Rechnung tragen, sondern die BBE AG breiter verankern. Damit könnte das Unternehmen finanziell auf eine gesunde Basis gestellt, für potenzielle Investoren interessanter und eine Entpolitisierung der BBE AG erreicht werden. Aktuell werden fast 50 Prozent der Aktien von den Gemeinden und Genossenkorporationen Beckenried und Emmetten gehalten – mit entsprechend hohen Risiken und der realen Gefahr, dass künftig Steuergelder und Genossenkapital eingeschossen werden müssen.


Unternehmerisches Know-how im VR gefragt


Der Verein „Schneesportgebiet Klewenalp-Stockhütte – Identität & Lebensqualität“ verlangt weiter, dass sich der Verwaltungsrat durch seine Kompetenz und nicht bloss durch sein Lokalkolorit auszeichnen soll. Er glaubt nicht, dass mit dem bestehenden VR eine Verbesserung der Situation herbeigeführt werden kann und befürchtet eine Negativspirale – zu ernüchternd war das Bild diesen Sommer auf der Klewenalp ohne sichtbare Massnahmen zu Frequenzerhöhungen oder auch nur schon ein minimales Verpflegungsangebot für die wenigen Gäste. Es ist fatal, wenn in Zeiten von Corona – das in der gesamten Tourismus- und Bergbahnbranche als Brandbeschleuniger wirkt – am bestehenden Geschäftsmodell festgehalten wird, wenn unter Kundenbindung bloss an Verkauf gedacht und keine bewusste Zielgruppenansprache entwickelt und gepflegt wird. Mit dem Kapitalschnitt und neuen privaten Investoren (der Verein unterhält Kontakte zu interessierten Geldgebern) soll nicht nur die finanzielle Situation der BBE AG verbessert, sondern verstärkt unternehmerisches Know-how in den VR geholt werden. Damit die dringend notwendige Aktualisierung des Angebots und der Infrastruktur endlich angepackt und aufgegleist werden – und das wunderbare Gebiet nicht in der touristischen Bedeutungslosigkeit versinkt oder womöglich ganz von der Landkarte verschwindet!


Der Verein „Schneesportgebiet Klewenalp-Stockhütte – Identität & Lebensqualität“ hat aufgrund genannter Erwägungen entschieden, sich vorderhand nicht um ein Verwaltungsratsmandat bei der BBE AG zu bemühen!


Als Kapitalschnitt wird die nominelle Herabsetzung des Kapitals einer Aktiengesellschaft, bei gleichzeitiger Kapitalerhöhung bezeichnet. Diese Massnahme erfolgt in der Regel dann, wenn die Gesellschaft bedeutende Verluste erlitten hat, durch die das Aktienkapital aufgezehrt wurde: Abschreibungen und notwendige Investitionen können nicht mehr ausreichend getätigt und der Schuldendienst nicht mehr bedient werden. Neues Kapital kann dem Unternehmen beim Überleben helfen und einen Neuanfang ermöglichen.

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Für Fragen und Auskünfte steht Ihnen Vinzenz Hohl, Präsident des „Vereins Schneesportgebiet Klewenalp-Stockhütte – Identität & Lebensqualität“, gerne zur Verfügung – Tel. 079 340 54 27